längeren Zeitraum ein systematisches Lernversagen im Grundlagenbereich
der Mathematik zu beobachten ist.
"Wenn ein Kind von normalem Intelligenzniveau im Rechnen durchgehend
schwach ist oder darin völlig versagt, so kann es berechtigt sein,
eine Rechenschwäche zu vermuten.
Nicht jedes Kind, das schlecht rechnet, hat eine Rechenschwäche.
Es gibt auch nicht die Rechenschwäche, sondern so viele verschiedene
Rechenschwächen, als es rechenschwache Kinder gibt.
Keine gleicht exakt der anderen.
Die Rechenschwäche ist ein abstrakter Sammelbegriff.
Im konkreten Falle haben wir es mit der individuellen Rechenschwäche
eines
bestimmten Schülers zu tun." (Wolfensberger, 1981)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt Dyskalkulie als eine
"Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch
eine
allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene
Beschulung erklärbar ist.
Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten
wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division...".